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Pressespiegel:

11. August 2010

Festhalten an der Bahn

Die TWE-Vorstände Reiner Woermann (l.) und Thomas Kratzer (r.) setzen auf die Unterstützung von Klaus Brandner (Mitte, vorn) und Georg Fortmeier
Die TWE-Vorstände Reiner Woermann (l.) und Thomas Kratzer (r.) setzen auf die Unterstützung von Klaus Brandner (Mitte, vorn) und Georg Fortmeier
Neue Westfälische, 11.08.2010

¥ Versmold/Gütersloh (hko). Mit einem Maßnahmenplan will die Teutoburger-Wald-Eisenbahn wieder mehr Fahrt aufnehmen. Dabei soll zugleich die regionale TWE Strecke langfristig gesichert, der Güterverkehrs gestärkt und der Personenverkehr reaktiviert werden.
Unterstützung erhofft sich die Privatbahn durch die Politik. Erst die CDU, nun die SPD. Nachdem die TWE-Vorstände Thomas Kratzer und Reiner Woermann schon dem Güterslohen Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus ihre Pläne vorgestellt hatten, waren nun Klaus Brandner (Bundestag) und Georg Fortmeier (Landtag) zu Gast. Die Menschen in Verl und Harsewinkel hoffen auf die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen ihren Kommunen. Zumal Personenverkehr auch den Gütertransport mitanschiebe, so Kratzer. Erst gestern Morgen wurde ihm die Hoffnung genommen, nach der Kündigung eines Kundenauftrags der DB-Schenker- Rail zum 30. September und des Verlusts von rund 500.000 Euro, immerhin Entgelte für die Nutzung des TWE-Netzes zu bekommen. Doch zukünftig wird DB-Schenker-Rail TWE-Terrain
umfahren.
Mit dem Haller Willem und der Strecke Münster-Rheda weiter in Richtung Bielefeld gebe es zwei Beispiele für eine Wiederbelebung von Strecken bei gleichzeitiger Modernisierung, sagte
Brandner. Die Route Verl-Gütersloh- Harsewinkel würde dabei von den Menschen in der Region angenommen, ist er überzeugt.
Vor allem, wenner auf die morgendlichen Staus auf der Verler Straße blickt. Im Hinblick auf mögliche staatliche Förderungen, betonten Brandner und Fortmeier, dass die Privatbahnen ihrerseits „Eigenbeiträge leisten müssen“. Im rot-grünen NRW-Koalitionsvertrag sei die Stärkung und der Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs ein Ziel, so Fortmeier. Er werde das Anliegen nach der Sommerpause ins NRW-Verkehrsministerium tragen. Die TWE, so Kratzer, werde Gütersloh stärker in den Betriebsverkehr einbinden. Das Güterterminal in Spexard soll reaktiviert werden. Schließlich steht eine Optimierung der internen Abläufe an. Ende August werde das Thema SPNV auf Basis einer betriebswirtschaftlichen Studie mit dem Verkehrsverbund OWL diskutiert. Hier könnten bis zu 30 Arbeitsplätze geschaffen werden.

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